Jacobacci verteidigt Sommer-Transfers und verweist auf die Torquote
- VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)
- 26.09.2023 09:50
- 243 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)
Zumindest wären dem TSV 1860 München bei einer besseren Bilanz womöglich wilde Theorien erspart geblieben, die ausgerechnet der eigene Präsident angestoßen hat. Robert Reisinger hatte nicht nur die Transferpraktiken an der Grünwalder Straße 114 in Frage gestellt, sondern auch Geschäftsführer Marc Pfeifer vorgeworfen, dieser hätte die Gespräche mit Sportchef-Kandidaten “gezielt verschleppt”. Was ein krasser Vorwurf ist, der den Schwaben enorm in seiner Reputation beschädigt. Aber dieses krude Spiel kennt man ja in der Giesinger Welt…
Schröter, Guttau, Tarnat, Kwadwo & Co.: Welche Note geben Sie dem Transfer-Sommer des TSV 1860?
Teilnehmer: 2436
Und wenn man die Sommer-Transfers der Löwen mal genauer scannt, ist das alles gar nicht so schlecht, wie es von diversen Leuten gemacht wird. Vor allem die interne Trefferstatistik spricht deutlich für die Qualität der Zugänge: Neun von bislang zehn erzielten Tore gehen auf das Konto der Neuen. Keine schlechte Quote, was Jacobacci bestätigt: “Wenn man sieht, wer unsere Torschützen sind: Zwarts hat drei Tore, Guttau hat drei Tore, Schröter hat jetzt auch getroffen, was lange nicht der Fall war bei ihm. Er und Guttau hatten auch schon Assists zu verbuchen. Man sieht, dass die Spieler, die zu uns gestoßen sind, funktionieren.” Zudem hat Manni Starke, der nach seiner roten Karte gegen Halle vermutlich einige Wochen fehlen wird, bereits zweimal getroffen.
Beim 2:0 in Halle standen insgesamt sieben Neuzugänge in der Startelf (Leroy Kwadwo, Niklas Tarnat, Morris Schröter, Erol Zejnullahu, Joel Zwarts, Marlon Frey und Julian Guttau) - der Großteil überzeugte. Vor allem Guttau bekam ein Sonderlob von Jacobacci auf den Weg: “Er kam als U21-Spieler aus Freiburg und ist bei uns zum Mann gereift.” Es gibt schlechtere Komplimente.
Und wer ein bisserl Ahnung vom Fußball-Geschäft hat, weiß auch: Große Umbrüche brauchen Zeit. Ein Blick nach Bielefeld, Ingolstadt oder Regensburg genügt.