2:1 über Favorit Bremen: Ex-Löwe Wörl sichert Bielefeld Pokal-Millionen fürs Halbfinale
- VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
- 25.02.2025 22:43
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VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
Der 20-jährige Ex-Löwe leitete mit seinem Traumtor zum 1:0 den 2:1-Sieg der Ostwestfalen über Erstligist Werder Bremen ein und war die zentrale Figur beim Favoritenschreck. Für das Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokal spielte der Drittligist 3.351.250 Euro ein und erhöhte das Preisgeld in dieser Saison auf knapp sieben (!) Millionen Euro. Dauerbrenner Wörl hatte schon beim 2:0 gegen Union Berlin ein Tor erzielt. Seine Offensiv-Qualität kommt immer mehr zum Tragen. “Aber er ist nicht nur offensiv stark, sondern auch im Spiel gegen den Ball”, freute sich Arminia-Trainer Mitch Kniat am “ZDF”-Mikro: “Ich bin gespannt, wohin sein Weg noch führt…”
Die Bremer lagen bis zur Pause mit 0:2 zurück, verkürzten dann kurz nach dem Seitenwechsel auf 1:2. Doch mit Glück und Geschick verteidigten die Bielefelder den Vorsprung über die Zeit. Damit hat die Arminia, die wenige Tage zuvor bei 1860 München mit 3:0 gewonnen hat, einmal mehr bestätigt, dass in dieser Saison mit ihr zu rechnen ist…
Das Ergebnis zeigt auch, dass es keine Schande für die Löwen war, gegen Bielefeld zu verlieren - die Arminia ist derzeit nur schwer aufzuhalten.
Und Wörl? Der hat sich einmal mehr ins Rampenlicht gespielt. Der 20-Jährige, der von Hannover 96 ausgeliehen ist, dürfte bald Angebote von höherklassigen Vereinen auf dem Tisch haben. Die Löwen hatten Wörl im Sommer 2023 nach sechs Jahren im Verein ablösefrei ziehen lassen - und das obwohl der frühere U20-Nationalspieler gerrne an der Grünwalder Straße 114 geblieben wäre. Gewechselt ist Wörl übrigens vom FC Bayern zu Sechzig.
Neben Wörl gehört auch noch ein zweiter Ex-Löwe zu den Bielefelder Pokal-Helden: Christopher Lannert. Er wurde weggeschickt aus München-Giesing, weil seine Qualität nicht richtig erkannt worden ist. In Bielefeld dagegen blüht der Rechtsverteidiger richtig auf.
Von Pokal-Einnahmen in dieser Dimension können die Löwen übrigens nur träumen: Auch in der nächsten Saison werden sie nicht im DFB-Pokal vertreten sein, nachdem sie sich bereits im Toto-Pokal verabschiedet haben. Und kaum einer glaubt noch, dass die Sechzger im Ligabetrieb noch Platz vier erreichen.