VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (FOTO)

Nein, Patrick Glöckner will die 0:1-Pleite im Kurz-Test gegen die eigene U21 nicht überbewerten ("Haben nicht mit voller Kapelle gespielt") - genauso wie das 0:3 Tage zuvor gegen Arminia Bielefeld ("sehr gute Leistung - haben uns die Bälle selbst reingeschossen").

Der 48-Jährige gibt sich nach außen unbeeindruckt von den jüngsten Negativerlebnissen: “Wir werden nicht die Flinte ins Korn werfen oder das Vertrauen in die Mannschaft verlieren. Wir wollen nicht, dass die Mannschaft plattgeredet wird.” Dabei haben die Löwen genau diesen Eindruck erweckt.

Prinzipiell ist es gut, dass es im chronisch negativen 1860-Umfeld auch positive Stimmen gibt, dennoch ist die Situation nicht zu unterschätzen: Der Löwe liegt nur ein winziges Pünktchen vor der Abstiegszone - und schon bei einer weiteren Niederlage in Hannover (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) könnten die Löwen in der Tabelle in den roten Bereich rutschen.

Immerhin: Glöckner weiß jetzt, dass er liefern muss. “Wir haben 13 Endspiele, und das ist eines davon. Wir sind im Abstiegskampf, wir müssen unseren Mann stehen. Ich bin zu 100 Prozent von den Spielern und der Mannschaft überzeugt. Wir haben jetzt nicht fünf Charaktertests, sondern die nächsten 13 Spiele sind Charaktertests.” Wegducken gilt nicht.

Über den Gegner Hannover II, aktuell Vorletzter der Dritten Liga, kann Glöckner nicht allzu viel sagen: “Du weißt nie, wer von den Profis runterkommt. Außerdem müssen wir uns auf die Platzverhältnisse einstellen.” Den richtigen Matchplan hat sich Glöckner zurecht gelegt. “Die Mannschaften, die unten stehen, haben immer das Messer zwischen den Zähnen. Letztlich gewinnt der, der den größeren Willen an den Tag legt.” Und genau diese Tugend will er am Samstag ab 14 Uhr von seiner Mannschaft im Eilenriedestadion in Hannover sehen.

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